Timothy – Die Flammen, die mich leiten …

Fortan blieb ich in Janes Nähe.

Schweigend beobachtete ich sie bei ihren Arbeiten. Wie sie ihrem schimpfenden Vater half. Wie sie jedem Befehl sofort Folge leistete. Wie sie sich sanftmütig um die Pferde kümmerte. Wie sie Schnee holte, um ihn überm offenen Feuer zu schmelzen …

Einzig in der Kirche schien sie zur Ruhe zu kommen.

„Du solltest dir eine Pause gönnen. Sonst bricht dein Körper noch zusammen“, bemerkte ich, als sie sich auf der hintersten Bank im Gotteshaus niederließ.

Jane nickte sachte.

Mehr war nicht aus ihr herauszubekommen, wenn andere Menschen zugegen waren. Sie schien sich regelrecht vor den Reaktionen der anderen Leute zu fürchten! Warum? War die Welt schon immer so erstickend gewesen?

Oder war es mir zuvor bloß nie aufgefallen?

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Timothy – Ich suchte dich, weil …

Ich habe keine Ahnung, wie ich Jane und ihren Vater trotz des Schneesturms verfolgen konnte. Ich wusste ja nicht einmal, wo das nächste Dorf lag! Mein Instinkt leitete mich. Er musste mich leiten. Denn der Tornado der riesigen Flocken raubte mir jede Sicht. Es fühlte sich wie eine krisselige Masse an. Ohne Gerüche. Ohne Wärme oder gar Kälte.

Es war einfach nur … leer?

Ein sanftes Flimmern tauchte unter mir auf und so schwebte ich hinab. Der Kirchturm zeichnete sich endlich in dem Weiß ab. Wie ein Leuchtturm konnte er mir den Weg hinab zur eingeschneiten Straße weisen. Um mich herum erkannte ich allmählich noch mehr Wohnhäuser. Hohe Gebäude, die mir so unbekannt erschienen. Die jedoch neben der vertrauten Kirche standen. Die bereits so alt und erschöpft wirkten …

Wann war ich zuletzt hier gewesen? Evangeline wollte sonst immer hierher! Sie wollte hierher, um … um …

Warum noch mal?

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