Timothy – Julies großer Tag

Es dauerte zwei Tage, bis Maria sich wieder blicken ließ. Sie setzte eine freundliche Maske auf. Entschuldigte sich bei Alexander, weil sie von einem Vogel gehört habe, der sein Zimmer verwüstet hätte. Erklärte, dass es ihr leidtäte und dass sie hoffte, ihm würde es an nichts fehlen.

Beeindruckt lehnte ich mich zurück, während sie die Hochzeitsplanung mit den beiden Männern besprach. Sie erklärte, dass sie Julies und Bernhards Liebe für märchenhaft hielt und die beiden deswegen vor ihr und Alexander heiraten sollten. Nichts würde sie glücklicher stimmen, als eine kleine Hochzeit vor ihrer eigenen. Einer, in der sie ihre beste Freundin lächeln sehen könne.

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Die Hitze des Sonnenscheins

„Komme endlich raus!“,
Werde ich angebrüllt,
„Tret‘ in den Sonnenschmaus.
Sei nicht so vermüllt!“

Prompt ist die Tür wieder zu
Und ich habe kurz meine Ruh.
Kommen werde ich jedoch nicht,
Denn ich hasse jeden Sonnenstich.

Zikaden und Meer.
Der warme Flair.
Die sengende Hitze –
Wie ich schon schwitze!
Dazu noch das Zeckengetier
– Kleinster Vampir! –
Mit Mücken zuhauf.
Da pfeif‘ ich drauf!

Ich seh‘ mich um.
Gut. Ein Teller steht rum.
Ein Glas daneben.
Mehr „Müll“ mag es nicht geben.
Alles andere ist sauber und rein.
Halt nur ohne Sonnenschein.
Ohne dieses grelle Licht.
Der Vorhang tut halt seine Pflicht.

Ich wäge meine Optionen ab.
Die Diskussionen habe ich schon lange satt.
Jede schaufelt ein zu frühes Grab …

Also setz‘ ich die Kopfhörer auf.
Ich hoffe, ich fliege damit nicht auf
Und niemand fordert mich erneut auf.

Denn die Hitze des Sonnenscheins
Ist definitiv nicht meins.