Timothy – Marias Untergang

Um bei Verstand zu bleiben und auf keinen Fall die Zeit zu vergessen, schlüpfte ich in den Körper eines Pferdes, das Marias Kutsche zur Kirche zog. Es war eigenartig, mich plötzlich mit vier Füßen fortzubewegen. Zumal ich sonst ja nicht einmal einen hatte. Auch spürte ich, wie das Pferd mich nicht in seinem Kopf haben wollte. Doch unterdrückte ich seine Seele. Ich machte mich breit. Lenkte den Körper weiter. Ließ erst am Ziel von ihm ab.

Am Ziel, wo das Pferd erschöpft umfiel. Wo es zitterte. Wo die Menschen davon sprachen, dass es wie besessen wirkte. Dass es nicht normal wäre!

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Timothy – Unter Adel

Es dauerte fast zwei Wochen, bis wir das Anwesen von Elisabeths Familie erreichten. Zwei Wochen, in denen ich Julie nicht von der Seite wich. Ich konnte nicht. Ich hatte Angst, dass ich sonst vergessen würde, warum ich bei ihr blieb. Warum ich sie seit Monaten begleitete. Warum diese Madam und Sir Stark eine Gefahr für das Mädchen darstellten!

Es war eine Tortur.

Doch nicht nur für mich. Da Julie eingewilligt hatte, mit nach Frankreich zu kommen, musste sie nun auch eine andere Sprache lernen. Ihr Lehrer war ein dürrer, alter Mann mit schwindendem Haar, der ihr für jeden Fehler mit einem Stock auf die Finger schlug. Und obwohl diese Elisabeth Julie anständig behandeln ließ, so verbat sie dem Lehrer seine Methoden nicht.

Ich hasste es.

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