M: Über die Familie

Lucifer atmete tief ein. Dann aus. Sachte rollte er seine Schultern nach hinten.

Noch immer konnte er die Wunde auf seinem Rücken spüren. Sie brannte. Jedoch war kein Gift dafür verantwortlich. Eher der Verrat, der ihn pochend verfolgte. Der ihn mit seinen Krallen in der Nacht heimsuchte. Der seine Messer nach ihm-

Wie hatte er ihr nur vertrauen können?!

„Und ihr seid heute Abend zurück?“, fragte der Junge gerade die Polizistin. Sue. Oder Lydia. Was wusste Lucifer schon. Sie war unwichtig. Der Bengel war unwich-

Nein.

Lucifer atmete nochmal durch.

Der Junge war nicht unwichtig. Er war Angelines Bruder. Er kümmerte sich um das Baby. Um seinen Neffen. Er blieb zurück, während der Rest auszog, um Michael zu retten. Dieser Junge gehörte zu seiner Familie. Er …

Er ähnelte Michael.

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B: Nur eine Story

Chem Wak beobachtete das Gebäude vor ihm. Es war groß. Modern. Edel. Kurzum: ein Sinnbild von Reichtum und Ästhetik. Er hatte so etwas bereits abfällig erwartet. Dieser Luxusbunker erklärte stumm so viele Ungerechtigkeiten, die-

Ruckartig schüttelte er seine Gedanken ab. Stattdessen bedeutete er seinem Fahrer, hier auf ihn zu warten, ehe er durch den Schnee zum extravaganten Haus hinüber watschelte.

Ein Dienstmädchen öffnete ihm.

„Mr. Belial? Die werte Dame erwartet Sie bereits. Darf ich Ihnen Ihre Jacke abnehmen?“, ihre Worte waren von einer kühlen Höflichkeit geprägt.

Nicht von Wärme.

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Mehr mag zu zählen …

Kleine, authentische Taten –
Ihre Folgen
Lassen nicht lang auf sich warten.

Unbedachte, harsche Worte –
Nun erfolgen
Ihre unseligen Morde.

Denn obwohl Vergebung sie wog,
Sie wagte zu bedenken,
Den Missmut zu senken.
So griff die Spirale zu und zog!
Die Liebe in den ewigen Sog.

„Man erntet, was man sähet“
Wart einst gelehrt,
Hoch verehrt,
Aber nun nähet,
Einzig die Gefühle gemähet.

„Wie du rufst, so hallt das Echo“
Doch muss ich es wagen,
Es wahrhaftig hinterfragen,
Wo es herkommt, wo?
Nicht aus des Himmels Hoh‘?

So mag ich harsch sprechen,
Doch halt ich nichts
Von diesem Witz,
Den leeren Versprechen.

 Mehr mag zu zählen,
Als ein Kind zu gebären.

Mehr mag zu zählen,
Als ein Kind zu ernähren.

Mehr mag zu zählen,
Als ein Kind zu befehlen.

So mag man es wählen.
Es auswählen,
Ihm erzählen,
Es empfehlen.

Liebe vermag zu walten.
Das Glück in den Händen zu halten.
Und Vertrauen schafft das Band,
Gefertigt aus weichem Samt,
Das selbst im Tod verbindet
Und ewig aneinanderbindet.

Mochte es nicht zu haften,
Zerrissen durch Boshaften?
So sind die Namen die Farce,
Der Wunsch eines Narrs!
Und Offenbarung dessen
An Vergangenem bemessen.

Das Leben gibt zurück,
Womit man es selbst beglückt.

Das Karma bringt den Spiegel,
Mit des Zukunftssiegel.

Die Ernte wandelt sich nicht gewollt,
Von Staub in glänzendes Gold!