Märchenstunde: Miras zweites Leben II

Mira erwachte zu einem leisen Knacken. Müde rieb sie sich die Augen und starrte auf die Eier neben ihr. Es waren zwölf Stück. Alle mit kleinen braunen und schwarzen Flecken überhäuft. Alle so groß wie ihr Kopf und-

Dazwischen lagen riesige schwarze Federn.

Auf einen Schlag war sie wach und schaute sich nach dem großen Vogel um. Dieser hatte sie mit so einem komischen Flausch zugedeckt. Er war weich. Und warm. Deswegen hatte sie sich so geborgen gefühlt.

Geborgener als je zuvor.

„Wieder von Sinnen?“, fragte das große Wesen, das neben dem Nest auf dem Vorsprung kauerte.

Zögerlich nickte Mira. Sie versuchte, sich aus der Wärme zu befreien. Sie hatte nichts in diesem Nest zu suchen. Sie war kein Vögelchen …

Sie war nur ein verstoßener Mensch.

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