Elf Punkt, Elf Punkt

Elf, Punkt,
Elf, Punkt.

Gerunzelte Stirn, 
Angestrengtes Hirn, 
Angeknabberte Finger,
Beine wie ein Springer.

Ich weiß nicht,
Was die Zeichen soll’n.
Ich weiß nicht,
Was sie von mir woll’n.

Da frag ich mich zurecht: 
Sind die Punkte echt?
Sind die Einsen recht?

Vier Linien –
Von oben nach unten,
Bemalt mit bunten:

Lilien, 
Fuchsien,
Zinnien,
Lobelien.

Dazwischen getunkte,
Disjunkte,
Samenpunkte:

Akazie
Und Pinie.

Doch was soll es mir sagen?
Warum kann es so an mir nagen? 

Dieses Blumengesteck,
Dient gewiss einem Zweck!
Bloß habe ich ihn noch nicht entdeckt …
Oder ist er zu gut versteckt?

Ich muss es wagen!
Da seit Tagen
Mich die Fragen
Plagen –
Oder jagen?

Lächelnd kommst du rein und nickst. 
Nun fühle ich mich ausgetrickst. 
Wie du mir eine Botschaft schickst –
Mit einem einzigen Blick. 

Verständnis erblüht in mir, 
Lässt mich lachen mit dir. 
Wir kuscheln uns gemeinsam ein.
Lassen keine Kälte herein!

So war es doch vor vielen Jahren geschehen. 
Wir hatten uns erstmalig wahrhaftig gesehen. 

Danke für Dich.

NaNoWriMo 2019

Im November beginnt wieder der NaNoWriMo (National Novel Writing Month). Und da es auf diesem Blog noch keine Erklärung dazu gibt:

Der NaNoWriMo ist ein Schreibevent, bei dem die Teilnehmer versuchen, innerhalb eines Monats (vom ersten bis zum letzten Novembertag) 50’000 Wörter zu verfassen. Ursprünglich soll dabei die Rohfassung eines Romans entstehen, jedoch kann man sich auch auf andere Projekte fokussieren (Drehbuch/Hausarbeit/…).

Da ich mich 2017 in einem kreativen Loch befand und eher aus Verzweiflung drauf losgekritzelt hatte – ohne viel zu erwarten oder gar zu hoffen –, hatte mich der NaNoWriMo sehr überrascht. Trotz stressiger Tage (mit Arbeit, Uni, Haushalt, Hausaufgaben, Vortrag und halt Schreiben) hat alles geklappt. Nicht nur das! Der NaNoWriMo hat mich wieder zum Schreiben motiviert und mir gezeigt, dass alles möglich ist.

Mittlerweile sind durch das Event zwei kürzere Romane entstanden, die mir geholfen haben, mich als Person und Autorin weiterzuentwickeln. Ich konnte mich in neuen Geschichten austoben, in denen mir die Strukturen oder Geschehnisse keine Angst gemacht haben, da es nur um Spaß am Schreiben ging.

Planen war zweitrangig. Charakterentwicklung war zweitrangig. Storyverlauf und -kontinuität waren zweitrangig.

Und dennoch fiel mir beim Überarbeiten auf, dass alles akzeptabel umgesetzt war.

Versteht mich bitte nicht falsch. Keine der Geschichten war perfekt. Und ja, ich habe im Dezember oder teilweise auch Januar noch mal einige Wochen Überarbeitung reinstecken müssen. Aber obwohl sie nicht aufs penibelste durchstrukturiert waren, finde ich die Geschichten bislang ganz gut. Sie sind ein guter Zeitvertreib und eine noch bessere Schreiblernhilfe und Motivation gewesen, als ich je für möglich gehalten hätte.

Ich möchte sie nie missen!

Das bringt mich zu diesem Jahr. Ich weiß jetzt schon, dass der Stressfaktor dank zwei kleiner Babys verdoppelt wird. Jedoch bin ich mir sicher, dass alles schaffbar ist, wenn man nur daran glaubt! Ich freue mich auf diesen November und stehe hüpfend an der Startlinie. Komplett ausgerüstet mit Träumen, Neugier, Moral, Beziehung, Leben, Zeit, Tod und

Ich schweife ab.

Zuletzt möchte ich noch jeden ermutigen, selber am NaNoWriMo teilzunehmen! Glaubt mir, es lohnt sich. Egal wer ihr seid: Eine Deadline zu haben und seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, ist das Beste, was einem passieren kann!

Solltet ihr euch anmelden, würde ich mich freuen, wenn ihr mich als Buddy hinzufügt (MedraYawa). Ansonsten hoffe ich, euer Interesse geweckt zu haben und bewerfe euch gedanklich mit Knabberkram. C:

Alles Gute und auf einen erfolgreichen November!

Medra Yawa

PS: Ich weiß, dass ihr es hinkriegen könnt, wenn ihr es versucht! Rechnerisch sind es nur 1’667 Wörter pro Tag. Das kriegt ihr hin! C:

Buchveröffentlichung: Merichaven

Es ist kurz nach zwei Uhr morgens und ich habe die mein erstes Buch: „Merichaven: Kidnapped“ bei BoD in Auftrag gegeben.

Katzendonner und Jupiterglocken bin ich aufgeregt!

Ich habe zwar meine Bücher – hin und wieder – für den persönlichen Spaß gedruckt. Sie aber mit ISBN und Impressum verziert? Das Cover maßgeschneidert? Die Geschichte mehrfach auf zeitliche Abläufe, Rechtschreibung, Grammatik, Ausdruck, Charakterentwicklung, Sprechmustern Logik und so vielen anderen Kleinigkeiten gegen gelesen?

Ich glaube, ich kann oben und unten nicht mehr voneinander unterscheiden!

Dennoch haben mich mein liebevoller Ehemann und meine gute Freundin (auch bekannt als Tante) klasse unterstützt. Sie haben an mich geglaubt und mir den Rücken freigehalten. Sie haben auf Mottchen und Wölfchen aufgepasst. Sie haben mich arbeiten lassen. Sie haben mich die letzten Jahre auf die eine oder andere Art angefeuert-

Boah! Ich bin baff.

Sobald ich den Link zum Buchshop habe, trage ich ihn nach.

Heiliges Kanonenrohr!

UPDATE

Die Zukunft

Die Flammen sie zerren
Die Zukunft hinfort.

Die Meere sie fluten
Hoffnung immerfort.

Veränderungen fordern
– schlussendlich –
Die Leben – sofort!

Denn was man auch wünscht,
Denn was man auch glaubt,
Ist nichts zu alledem,
Was uns den Atem raubt.

So lasset den Komfort ruh’n.
So lasset Effort erblüh’n!

Anstrengungen werden belohnt,
Mit Jahrzehnten in denen
Gefüllt von Streben
Nachwuchs hier wohnt.

Kinder, die sich freuen,
Die nicht die Sonne scheuen,
Die Regenbogen sehen,
Die Polarlichter verstehen.

Und all die Tierarten,
Die sich allein finden im Garten
Die gerettet wurden von Taten,
Winzigen Schritten, die Gutes wahren.

Ist das nicht ein besseres Bild?
Als das, in dem
Die Menschheit die Welt grillt?

Viele wollen helfen,
Erzählen viel,
Handeln nur selten.

Doch ist das nicht genug.

Der Mord der Erde
Wird nicht gestoppt
Von dem Wort der Ehre.

Kleine Füße

Fünf Zehen an jedem Glied,
– so winzig klein –
Fallen sie durch jedes Sieb.

Sind erbsengroße Murmeln,
– so winzig klein –
Wissen sich zu verkrümeln.

So strecken sich die Beinchen,
– hin und her –
So ränkeln sich die Ärmchen.

Große Äuglein so fragend,
– hin und her –
Starren gar so wehklagend.

Sie wollen doch laufen,
Toben, sich raufen.
Sie wollen doch spielen,
Endlich Spaß erzielen!

Nur sind die Füße viel zu klein,
Geh’n tut sich’s nicht auf diesen Bein’n.
Sie müssen erst wachsen – sprießen,
Steh’n, ehe sie nach vorn‘ schießen.

Die Zehe, die Beinchen,
Die Füße, die Ärmchen,
Müssen ihr eigenes Gewicht zu tragen lernen.

Und werden eines Tages dann zu den Sternen
Rennen.


Danke, dass ihr in mein Leben gepurzelt seid, Mottchen und Wölfchen.
Ich liebe Euch.