Dieses Leben

Am Anfang steh ich da –
Ganz klein
Allein
Daheim.

Meine Taschen sind leer,
Ich hätte gern mehr,
Ich hätte gern nichts,
Entgegen des Gewichts.

Ist Verantwortung eine Bürde?
Eine viel zu große Hürde?
Eine Verletzung der eigenen Würde?

Ah, nein! Nun bin ich losgelaufen,
Während sich die Fragen raufen.
Sollte ich nicht lieber verschnaufen?

Ich stoppe sogleich wieder,
Senke meine Lider,
Schaue nieder.

Hinter mir liegen drei Schritte.
Drei endlos lange Schritte.
Drei winzig kleine Schritte.
Meine Schritte.

Vor mir liegt ein endloses Feld.
Kein Weg, kein Pfad,
Der mir gefällt.

Ich habe kein Geld,
Bin zu Fuß, nicht zu Rad
Unterwegs durch die Welt.

Also ziehe ich die Luft ein.
Ich mache mich nicht mehr klein.
Ich bin bald nicht mehr allein.
Ich gründe mein eigenes Heim!

Dieses Leben –
Das ist mein.

Mehr mag zu zählen …

Kleine, authentische Taten –
Ihre Folgen
Lassen nicht lang auf sich warten.

Unbedachte, harsche Worte –
Nun erfolgen
Ihre unseligen Morde.

Denn obwohl Vergebung sie wog,
Sie wagte zu bedenken,
Den Missmut zu senken.
So griff die Spirale zu und zog!
Die Liebe in den ewigen Sog.

„Man erntet, was man sähet“
Wart einst gelehrt,
Hoch verehrt,
Aber nun nähet,
Einzig die Gefühle gemähet.

„Wie du rufst, so hallt das Echo“
Doch muss ich es wagen,
Es wahrhaftig hinterfragen,
Wo es herkommt, wo?
Nicht aus des Himmels Hoh‘?

So mag ich harsch sprechen,
Doch halt ich nichts
Von diesem Witz,
Den leeren Versprechen.

 Mehr mag zu zählen,
Als ein Kind zu gebären.

Mehr mag zu zählen,
Als ein Kind zu ernähren.

Mehr mag zu zählen,
Als ein Kind zu befehlen.

So mag man es wählen.
Es auswählen,
Ihm erzählen,
Es empfehlen.

Liebe vermag zu walten.
Das Glück in den Händen zu halten.
Und Vertrauen schafft das Band,
Gefertigt aus weichem Samt,
Das selbst im Tod verbindet
Und ewig aneinanderbindet.

Mochte es nicht zu haften,
Zerrissen durch Boshaften?
So sind die Namen die Farce,
Der Wunsch eines Narrs!
Und Offenbarung dessen
An Vergangenem bemessen.

Das Leben gibt zurück,
Womit man es selbst beglückt.

Das Karma bringt den Spiegel,
Mit des Zukunftssiegel.

Die Ernte wandelt sich nicht gewollt,
Von Staub in glänzendes Gold!