Märchenstunde: Der Fluch eines Namens I

Pan betrachtete, wie sich seine Sklaven durch die Mittagssonne quälten. Er hatte sie sich eigentlich nicht zu eigen machen wollen. Es war einfach in der Hitze des Gefechts passiert. Doch nun? Nachdem er diese Kreaturen befragt und die Welt der Menschen zu verstehen glaubte?

Er hasste ihre Gattung!

Angewidert wandte er sich von den schuftenden Bauern ab. Er trat wieder ins Haus. Ein Haus, das er kaum benötigte. Das er so jedoch den anderen Bauern verwehrte. Das er ihnen immerzu verwehren würde!

Es war ein Teil ihre Strafe.      

                               

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K4: Prolog – Der rechte Weg?

© Medra Yawa

 [Bitte Triggerliste beachten. Danke.]

Unschlüssig betrachtete TJ die massiven Türen vor ihm. Die Wachen hatten ihn zum Warten aufgefordert. Dabei sollte er eigentlich zu seinem Vater. Wegen der Planung eines Angriffs. Um die Monster endlich loszuwerden!

Und diesmal sollte er mitkommen. Er dürfte kämpfen.

Nur hieß das nicht, dass er auch wollte.

Reicht es nicht aus, dass Vater unseren Freund in das Ganze hineinzieht?, murrte seine zweite Seele.

Lass das, John. Ryan hat sich freiwillig gemeldet. Er will dort runter, korrigierte Tarek den anderen.

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Märchenstunde: Die letzte herzlose Tat I

Domini benötigte zwei Tage, ehe er vor seinen Vater treten konnte. Zwei Tage, in denen er um Deitas Mutter trauerte. In denen er Deita und Nova versprach, dass sie in Sicherheit wären. In denen er sich belehrte, sein Herz zu verschließen und die Wahrheit zu verbiegen. Er musste seine eigenen Lügen glauben. Er musste vorbereitet sein. Wenn er seinem Vater gegenüberstand, durfte dieser nicht einmal erahnen, dass Nova noch lebte!

Dass er sie nie töten könnte …

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Märchenstunde: Das Königreich der Hexen III

Mira und Nyx waren beide gekommen, um den Prinzen anzuhören. Sie trafen sich mit ihm am Waldrand, während Nia und ihre anderen Geschwister zwischen den Bäumen ausharren sollten. Falls das Treffen sich in einen Hinterhalt verwandeln würde, könnten sie so alle zügig reagieren. Sie könnten einander beschützen. Sie könnten den Prinzen und das nächste Dorf dem Erdboden gleich machen, ehe diese gar wussten, wie ihnen geschah!

Aber zuvor wollten sie den Nacktaffen sprechen lassen.

Es dauerte mehrere Stunden, ehe Nyx Aurora zu sich rief und mit einer Aufgabe aussandte. Am liebsten wollte Nia näher herankommen, um die Worte auszumachen. Nur war ihre Aufgabe eindeutig gewesen.

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K: Ehrliche Realität

Die Wochen nach dem Angriff auf den Shanai über waren seine Gedanken vernebelt. Dafür sorgte seine Tante. Immerzu ließ sie ihm Räucherstäbchen bringen, welche betörende Düfte entfachten, sobald sie brannten. Gerüche, die ihn schwerfällig werden ließen. Die ihn seine Sorgen vergessen ließen.

Blinzelnd starrte Tristen auf das letzte abgebrannte Stäbchen. Es war bereits vor zwei Stunden erloschen. Dennoch hatte LaNa kein Neues angezündet. Sie hatte zuvor nur die anderen Macian rausgeschickt. Hatte darauf bestanden, dass sie TriSte’s Auxilius war. Dann hatte sie die neuen Stäbchen beiseite geräumt. Und seinen Vater, den Lyx, belügen lassen.

Denn laut ihr würde das nächste Räucherstäbchen bereits brennen.

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