Märchenstunde: Des Seefahrers Kinder II

Die erste Hälfte der Strecke erwies sich als so ereignislos, dass Liber sich vollkommen entspannte. Er blickte kaum noch zur Insel herüber, um nach den Boten seines Vaters Ausschau zu halten – Helmträger, die Fackeln entzündeten, sobald sie seine Segel ausmachten.

Sie würden Alarm schlagen, wenn er kenterte.

Mit frischem Mut gewappnet bedachte er das Gewässer vor sich. Er näherte sich dem Riff. Hier musste er eine Entscheidung fällen: Sollte er geradeaus weiter und das Risiko eingehen, sein Boot zu beschädigen? Oder sollte er lieber hinaus aufs Meer fahren und den längeren, aber sicheren Weg in Kauf nehmen? Eigentlich hatte er sich daheim für letzteren entschieden. Aber da alles so gut lief und sein Boot eh keinen großen Tiefgang hatte … Gewiss könnte er sich die Umfahrung sparen, oder?

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