Lichter der Vergangenheit

Die kühlen Gräser unter mir,
Der weite Himmel über mir.

Und ich so endlos klein.

Schleichende Kälte unter mir,
Weit entfernte Lichter über mir.

Und ich fühl‘ mich hier allein.

Die Sterne sind zum Greifen nah, 
Die Sterne sind in großer Schar,
Die Sterne sind so hell und klar,
Die Sterne sehen mich als Narr.

Denn meine Hand ist ausgestreckt.
Sie hält sich nicht bedeckt,
Sie möchte diese Lichter erfassen,
Sie möchte zu den leuchtenden Massen,
Sie möchte hochgezogen werden,
Sie möchte fort von diesen Erden.

Frei fliegen,
Frei strahlen,
Frei tanzen,
Frei sein …

Verloren starre ich in den Himmel,
Sehe das wilde Gewimmel,
Sehe das bunte Gebimmel,
Sehe einen stürzenden Schimmel?

Schneeweiß galoppiert er hinab,
Hinab, in sein finsteres Grab.
Hinab ins endlose Nichts,
Das keine Zukunft verspricht.

Meine Hand sinkt nieder,
Ich erkenne mich kaum wieder.
Ich habe Angst vor dem Schein,
Möchte nun Zuhause sein.
Drum strecke ich die Glieder,
Sehe müde nochmal nieder.

Kalter Stein, kalte Gravur,
Vom Lächeln keine Spur.
Ich lege die weiße Lilie ab,
Trete fort von dem Grab.

Veröffentlichung: Der freche Kater Minki

Mit einiger Verspätung (da ich eigentlich dachte, dass ich es hier schon angekündigt hatte) möchte ich die nahende Veröffentlichung meines neuen Buches verkünden:

© Medra Yawa

Tada! Darf ich vorstellen? Der freche Kater Minki. C: Hierbei handelt es sich um eine überarbeitete Version der mauzenden Blogartikel, die ich in Gedenken an meinen Großvater rausbringe. Das Buch wird am 17. Oktober erscheinen. Seinem Geburtstag. Und es enthält darüber hinaus noch eine Vokabelliste des Katers.

Für den Fall der Fälle, versteht sich.

Medra Yawa