Missverständnisse

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht.

Doch war es wirklich angemessen?
War es nicht etwas vermessen?
Sollten Vögel nicht lieber Körner essen?
Oder wurde das gänzlich vergessen?

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht.

Die Falschmeldung sticht.
Dabei ist es reine Pflicht,
Wenn es diesmal nicht
Echtem Geld entspricht.

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht.

Geht es um Futter und Vogel?
Um Falschheit und Mogel?
Ist das Gericht köstlich?
Oder einzig rechtlich?

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht …

Doch wie geht es weiter?
Macht es breiter!
Treibt die Story an,
Damit wir sagen fortan:

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht.
Die Blüten steckten im Futter.
Versteckt sieht man sie nicht …

Denn manche Geschichten werden
Selbst in ihren hellsten Särgen
Keinen Lichtschein empfangen-
Sie sind zu verhangen,
Zu verfangen,
Zu entgangen.

So macht das Futter,
Die Eindeutigkeit kaputter.

Mein klein Blümlein

Grashalm klein, Grashalm fein,
Sollst in meinen Träumen sein.

Grashalm klein, Grashalm fein,
Sollst wachsen zum Schein.

Grashalm klein, Grashalm fein,
Meine Liebe soll dein sein.

Unser Sonnenschein erwartet dich,
Umarmt dich mit gold’nem Licht:
Möcht dich wachsen seh’n,
Möcht dich blühen seh’n!

Denn du bist kein Grashalm klein.
Du bist ein zartes Blümlein.
Mein klein Blümlein,
Versteckt im tristen Hain,
Versteckt hinter Stein’n,
Bleibst noch für dich allein.

Wächst du still heran,
Mit klarem Gesang,
Mit bunten Blättern
Die in die Höhe klettern!

Gern komm ich zu dir
Verlier‘ meine Sorgen hier.
Mein klein Blümlein
Du verjagst meine Pein,
Nur in deinem Schein
Bin ich daheim …

Dankbar betrachte ich dich
Erstrahle innerlich,
Sehe dich als einzigartig!

Oh, mein klein Blümlein,
Ich goss dich.
Ich pflegte dich.
Ich schützte dich.
Ich liebe dich-

Du bist mein Herzlein.