Timothy – Der Befehl der Rettung

Ich umkreiste Timmy und diese Madam besorgt. Es beunruhigte mich, wie gelassen Janes Enkel bei der Flucht blieb. Auch die unschlüssigen Blicke des Mädchens waren alles andere als hilfreich. Ob sie Angst vor Timmy hatte? Immerhin konnte sie mich ja nicht sehen. Sie wusste nicht, wie ich Ausschau hielt, Timmy die Positionen der anderen Leute zuflüsterte und so seine Schritte lenkte.

„Stopp“, warnte ich, während ich um die nächste Ecke sah, „Die Alte ist nebenan. Einen Moment.“

Damit glitt ich zu ihr herüber und konzentrierte mich auf den mickrigen Docht in ihrer Lampe. Ich musste mich nur kurz konzentrieren. Mich an meine Wut erinnern – und schon loderte die Flamme daran grell auf.

Schreiend ließ die Frau das Licht fallen und eilte in Richtung Küche. Sie schimpfte von Hexerei. Vom Teufel.

Nicht von einem Geist.

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Von der anderen Seite

Ich sehe Dich in der Ferne.
Ich sehe Dich und ersehne,
Deine Wärme.

Dennoch verharrst Du so fern,
Wie ein entfernter Stern,
Verharrst Du gern?

Meinen Pfeiler habe ich für Dich poliert.
Ich habe ihn mit Marmor verziert.
Habe jeden Winkel tapeziert.

Für Dich.

Dennoch stehst Du am anderen Ende,
Am baufälligen Gelände,
Bei brüchigen Brettern
Über die jeder muss klettern!

So komm‘ doch rüber – lass es stürzen,
Lass die Bretter das Meer würzen!
An meinem Ende kannst Du bleiben,
Bei mir kannst Du auf ewig verweilen!

Meine Brücke ist nur für Dich so schick.
Für mich selbst machte ich’s nicht.
Für mich selbst wär‘ mir die Arbeit zu viel.
Für mich selbst wär‘ es kein freudige Spiel.

Aber für Dich?

Dich möchte ich hier empfangen.
Um Dich möchte ich nimmermehr bangen.
Ich möcht‘ Dich halten, Dich lieben,
Ich möcht‘ in Deinen Armen liegen!

Warum stehst Du stets so fern?
Hast Du den Marmor nicht gern?
Möchtest Du es heller? Schicker?

Oder mach‘ ich es so nur unbeliebter?