Timothy – Der Schatten der Wahrheit

Es dauerte mehrere Stunden, ehe Maria sich von Julie verabschiedete. Viel zu lange wollte sie bei ihrer Freundin ausharren und sich um diese kümmern. Dennoch stand Julie sofort aus ihrem Bett auf, sobald ihre Freundin sie endlich verließ.

Erschrocken wirbelte ich um Julie herum. Auch ich war der Meinung, dass sie sich ausruhen sollte! Ich wusste nicht, ob ich sie verletzt hatte. Immerhin war es das erste Mal gewesen, dass ich in einem anderen Menschen gesteckt hatte.

Dass ich für diesen gesprochen hatte …

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Timothy – Versehentliche Übernahme

Alexander kam nur vier Tage später im Hof an. Er war mit dem Pferd bis kurz vor das Tor geritten. Den restlichen Weg hatte er jedoch zu Fuß beschritten. In Andenken an die verunglückte Elisabeth, wie er vor Maria und deren Vater kundtat.

Denn erstmalig hatte der Mann wieder die Gegenwart seiner Tochter geduldet.

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Timothy – Die Einladung

Es dauerte drei Wochen, ehe Maria ihre Antworten an Alexander eigenständig verfassen konnte, doch kam mir dieselbe Zeit wie drei Jahrzehnte vor. Viel zu schwerfällig griff das Mädchen nach Pergament und Feder. Dabei hätte ich ihr die Gegenstände am liebsten selbst in die Hände geschoben!

Julies Geduld beeindruckte mich dabei zutiefst. Stets wiederholte sie ihre Bitten oder Fragen oder las Alexanders Briefe auch ein sechstes Mal vor. So lange, bis Maria sich endlich darauf konzentrierte.

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Timothy – Flammengespräche

Die Werbungen von Cousin Alexander begannen nur zwei Wochen später. Immerzu fragte dieser, ob er nicht Maria treffen könne. Dass er gerne um sie werben würde. Dass sie natürlich Julia als Begleitung mitbringen dürfe.

Seine Briefe waren widerlich. Viel zu liebreizend. Schief. Verkehrt! Wäre es nach mir gegangen, hätte ich all seine Papiere auf einmal verbrannt. Aber da er Julias Weg aus dem Anwesen war …

„Wie fühlst du dich?“, vernahm ich ihre Frage an Maria.

„Leer“, offenbarte das Mädchen, „Hat Vater wenigstens heute …?“

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Timothy – Ehearrangements

Einen Tag nach Marias und Elisabeths Auseinandersetzung, stand die ältere  Schwester vor Julias Tür. Sie war in den Morgenstunden gekommen. In tiefster Dunkelheit und noch ehe das Haus erwachte. Nur sie und eine kleine Kerze, mit der sie ihren Weg beleuchtete.

Also durfte ich nicht die Beherrschung verlieren. Ich musste mein Gemüt zurückhalten. Keinen Zorn zulassen. Damit die Flamme ruhig blieb.

Damit Julia sicher war.

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